In eigener Sache / Themen rund um die Pferdetherapie


***Wie weiter nach der Behandlung?***

Es ist wichtig, bei einem Pferd eine Blockade und eine Verspannung zu lösen. Denn vielfach geht das nicht mehr von selber und es ist dem Pferd dadurch nicht mehr möglich den Reiter "gesund" zu tragen. 

Sie fallen auf die Vorhand, der Kopf ist zu hoch, sie stolpern und knicken ein, sie haben Mühe in der Balance zu bleiben etc.

Das Richten eines Pferdes ist also sehr wichtig und trägt vieles zur Gesundhaltung des Pferdes bei.

Aber wie weiter nach einer Behandlung??

Das Aufbautraining nach einer Behandlung ist genauso wichtig wie das Richten selbst. Leider werden sehr viele Pferdebesitzer nach einer Behandlung sich selber überlassen. Dies führt leider in den meisten Fällen dazu, dass sich eine Blockade erneut am selben Ort bildet.

Es ist wichtig zu wissen, wie man nach einer Behandlung ein Pferd trainiert - und das nicht nur für die nächsten 2 Tage.

Wenn ich ein Pferd behandle, wirkt eine Behandlung sehr lange nach und es ist wichtig für 6-8 Wochen ein Aufbautraining zu machen. Natürlich kommt es immer darauf an, wie lange eine Blockade besteht: Wie länger ein Pferd mit einer Blockade geritten wurde, desto länger muss das Aufbautraining sein. Manchmal reichen da 6-8 Wochen nicht aus.

Manchmal ist das Verständnis für eine solch lange Rekonvaleszenzzeit nicht da. Viele Reiter gehen zu schnell wieder in die Tagesordung zurück ohne zu überlegen, dass ihr Pferd eine ganz neue Bewegung erlernen muss.

Zu vergleichen ist es etwa mit dem Schreiben. Ein Rechtshänder kann auch nicht nach zwei Tagen mit links eine Schönschrift hinlegen. Zu vertieft sind die alten Strukturen und Bewegungen mit der rechten Hand. Wenn wir als Mensch zum Chiropraktiker oder zum Physiotherapeuten gehen, haben wir danach das Verständnis wie wir weiter trainieren müssen.

Ein Pferd jedoch, kann nicht nachvollziehen warum es etwas neues lernen muss und warum es sich plötzlich anders anfühlt. 

Sein Bewegungsapparat hat sich an die Fehlstellung gewöhnt und es wird immer wieder versuchen in sein altes, nicht mehr erwünschtes Bewegungsmuster zu gelangen. Nur mit viel Gefühl, Zeit und den passenden Übungen ist es möglich, dies beim Pferd zu ändern.

Nach meiner Behandlung bekommt jeder Pferdebesitzer Anweisungen für die nächsten Wochen oder sogar Monate. Denn es ist nicht mein Ziel als Therapeut, dasselbe Pferd immer und immer wieder zu richten. Mein Ziel ist ein Pferd das sich gesund bewegt und ein Reiter der sich sicher fühlt in dem was er macht. Gerne unterstütze ich Dich auch im Aufbautraining auf dem Platz!

Ich bin auch nach der Behandlung für euch da - jederzeit!


***Frühlingszeit - Heisst auch aufpassen***

Jeder Reiter kennt es: Im Winter, wenn es früh dunkel wird, nass-kalt ist, der Boden gefroren ist und alle Reitplätze gesperrt sind, reitet man automatisch weniger oder geht dann eben mal nur im Schritt ins Gelände.

Dies führt dazu, dass sich die Muskulatur des Pferdes entweder zurückbildet (Muskelatrophie) und/oder sich der ganze Bewegungsapparat in den "Wintermodus" fällt. Deswegen ist es wichtig, bevor die Trainings- bzw. Turniersaison anfängt, oder man wieder lange Ausritte macht, das Pferd und sein Bewegungsmechanismus darauf vorzubereiten. 

Das Pferd gut aufzuwärmen, es wieder zu gymnastizieren, auf seine Atmung achten, nach dem Training abzukühlen und LANGSAM wieder an die Trainingsroutine zu gewöhnen, gehört selbstverständlich dazu! Das Pferd kann nicht von einem Tag auf den anderen zu einem Spitzensportler werden! Auch plötzliche lange Ausritte ohne das Pferd darauf vorbereitet zu haben, schadet dem Pferd.

Der Bewegungsablauf der Pferde ist sehr sensibel. Passt nur das kleinste Teil nicht, funktioniert er nirgends wo mehr richtig. 

Verspannungen und Blockaden beim Pferd gibt es das ganze Jahr. Aber im Frühling steigt die Anzahl rasant an. Vor allem wenn Pferde auf dem Eis ausgerutscht sind (auch nur minim), nicht viel bewegt worden sind, vorbelastet sind (Arthorse od. Alter) oder wie wir es kennen, einfach mal eine falsche Bewegung gemacht haben.

Deshalb empfehle ich die Überprüfung des Pferdes BEVOR die Saison wieder anfängt. Dies kann viele Kosten, Enttäuschungen und vor allem Schmerzen beim Pferd vermeiden!

Gerne komme ich vorbei und überprüfe den Bewegungsapparat Deines Pferdes. 


***Verschiedene Therapieformen***

Im Gespräch mit meinen Klienten kommen immer wieder die schlechten Erfahrungen mit Therapeuten zur Sprache. Nun ist es tatsächlich so, dass unser Berufsstand etwas auswuchert und viele Leute die einen oder zwei Wochenendkurse gemacht haben, selbständig als "Therapeut" arbeitet. 

Meistens mit zuwenig Wissen und keiner Kenntnis was alles falsch laufen könnte. So muss ich immer wieder solche Pferde nachbehandeln und tragen nicht selten Schäden und Schmerzen davon. 

Natürlich hat jede Therapieform ihre Berechtigung in diesem Gebiet - aber bei einem Pferd das Schmerzen hat weil ein Lendenwirbel blockiert ist, mit Räucherstäbchen wedelnd ums Pferd zu kreisen, ist nicht die richtige Lösung. 

Oder dem Besitzer eine Sehnenverletzung im Hinterbein diagnostizieren wenn das Pferd eigentlich einen Beckenschiefstand hat, ist auch nicht gerade förderlich für unseren Berufsstand.

So sehe ich fast jeden Tag von falschen Therapeuten geplagte Pferde und Besitzer die fassungslos dastehen wenn sie die richtige Diagnose erhalten und den Unterschied zu den Behandlungen und deren Ergebnisse sehen.

Es gibt sogar Leute, die lassen mich kommen um das Pferd zu begutachten, damit sie dann ihrem "Therapeuten" sagen können, was er behandeln soll - und das alles, weil er nicht in der Lage ist, das Problem selber zu finden.

Es liegt also in der Hand der Pferdebesitzer, welche Therapeuten sie an ihr Pferd lassen.